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Albert Krabbe – Vision einer Vogelliebhabergemeinschaft

Initiator und Motor der „Austauschzentrale“ war der junge Albert Krabbe aus Anklam – 1920.

Albert Krabbe war nach den Unterlagen der Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern auch Initiator und Gründungsmitglied der am 16. Oktober 1952 gegründeten SZG Exoten Berlin/ Brandenburg/ Mecklenburg und Gründungsmitglied der am 26. Oktober 1952 gegründeten „Zuchtgemeinschaft fremdländischer Vögel“, der heutigen VZE, mit der Züchternummer 22.

Albert Krabbe (Nr.2) und Adolf Voigt (Nr.1 der Nachkriegs-AZ) waren prägende Persönlichkeiten der Vorkriegs-AZ  und dann auch Gründungsmitglieder und Ehrenmitglieder der Nachkriegs-AZ. Beide wurden später auch Ehrenmitglieder der SZG in der DDR.

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Fußringfarbe

Jahr   Farbe     Jahr   Farbe     Jahr   Farbe
1995 rot 2004 gold 2013 schwarz
1996 schwarz 2005 grün 2014 grün
1997 silber 2006 rot  2015 violett
1998 blau 2007 schwarz
1999 gold 2008 blau
2000 grün 2009 violett
2001 dunkelrot 2010 orange
2002 schwarz 2011 blau
2003 blau 2012 rot

 

Bericht eines Besuchs des „Haselhuhnzentrum“ Pritzwalk

1992 gründete die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Regionalverband Prignitz e. V. innerhalb weniger Monate eine für das Land Brandenburg neuartige Einrichtung für den Natur- und Artenschutz mit einem ungewöhnlichen Artenschutzprogramm für Rauhfußhühner.

Das Artenhilfsprojekt begann damals mit 3 Haselhuhnpaaren. Ergänzend zu den Maßnahmen der Biotop- und Lebensraumetablierung wurden auf dem Zucht- und Informationsgelände „Hainholz“ großzügige Zuchtgehege nach den neuesten Erfahrungen errichtet. Bereits 1994 konnten 58 Jungvögel fachgerecht in vorbereiteten Gebieten ausgewildert werden, darunter befanden sich 15 Brutpaare aus der ersten Nachzucht 1993.

Heute ist die Hegestation eine bundesweite Lehr-, Zucht- und Informationsstätte. Komplettiert wird die Einrichtung durch ein Waldschulzentrum, ein Pfadfinderlager und einen Tierstreichelhof mit den dazugehörigen Freilandanlagen, u. a. einem Naturschutzlehrgarten, einem Waldlehrgarten und einem Abenteuererlebnispfad.

Der Bericht liegt als PDF vor und kann auf der Webseite  der Vogelfreunde Kaltenkirchen www.vogelfreundekaltenkirchen.de heruntergeladen werden. Mit freundlicher Genehmigung von Thomas Ratjen darf hier der Direktlink zum PDF angegeben werden.

Allgemeine Informationen zur AZ e.V. und zu den AZ-Landesgruppen

Die AZ e.V. hieß früher kurz “Austausch- und Züchterzentrale” und nennt sich heute “Vereinigung für Artenschutz, Vogelhaltung und Vogelzucht e.V.” und ist ein als gemeinnützig eingetragener Verein. Sie wurde im Jahre 1920 gegründet (siehe Chronik) und kann somit auf eine lange Tradition und einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen.

Die AZ hat rund 25.000 Mitglieder im In- und Ausland und ist die größte Vereinigung dieser Art in Deutschland und eine der größten in der Welt. Sie besteht ausschließlich aus Einzelmitgliedern. Diese haben sich zu einem großen Teil in über 460 Ortsgruppen – über die Bundesrepublik Deutschland und das benachbarte Ausland verteilt – zusammengeschlossen. Darüber hinaus gibt es auch noch 14 AZ-Landesgruppe

Die Arbeitsgemeinschaften

Aufgrund der Vielzahl von Vogelarten und Zuchtrichtungen gibt es innerhalb der AZ fünf Arbeitsgemeinschaften, die sich speziell mit bestimmten Vogelarten befassen. Es sind dies:

AZ-DWV Deutscher Wellensittichzüchter-Verein
AZ-AGZ Arbeitsgemeinschaft der Züchter von Großsittich- und Papageienarten
AZ-AEZ Arbeitsgemeinschaft der Liebhaber exotischer Körner- und Weichfresser
AZ-AFZ Arbeitsgemeinschaft für Farben- und Gestaltskanarien
AZ-AEV Arbeitsgemeinschaft für Europäische Vögel und Cardueliden

Für die Leitung der einzelnen Arbeitsgemeinschaften stehen je ein Obmann sowie zwei Stellvertreter – welche Mitglieder des AZ-Vorstandes sind – zur Verfügung. Auf Landesebene werden die einzelnen Arbeitsgemeinschaften von durch die Mitglieder der Landesgruppe gewählten Delegierten vertreten.

Der Obmann und seine Stellvertreter sowie die Gremiumsdelegierten der einzelnen Landesgruppen sind gerne bereit, Fachfragen aller Art zu beantworten. Innerhalb der einzelnen Arbeitsgemeinschaften gibt es spezielle Interessengemeinschaften, deren Aufgabe darin besteht, die Zucht bestimmter Vogelarten/Zuchtformen zu fördern.

Mitgliedschaft und Beitrag

Der AZ-Jahresbeitrag beträgt derzeit 36,00 EURO. Er beinhaltet eine monatliche Vereinszeitschrift – die AZ-Nachrichten (AZN) sowie ein AZ-Handbuch mit vollständigem Verzeichnis der Mitglieder, Ortsgruppen, Landesgruppen, Zuchtrichter, AZ-Satzung sowie aller für einen reibungslosen Ablauf notwendiger Regularien in der Mitgliederverwaltung wie auch im Schauwesen.

Für alle Vogelarten bietet die AZ ihren Mitgliedern geschlossene Fußringe an, die für jedes Mitglied mit einer eigenen Mitgliedsnummer versehen werden. Außerdem ist auf dem Ring das Zuchtjahr und eine laufende Ring-Nummer vermerkt. Diese, aus Aluminium, Edelstahl oder Kunststoff, in hoher Qualität gefertigten Ringe sind Beweis der Selbstzucht und gelten für alle Papageienvögel als amtlich anerkannt.

Jedes AZ-Mitglied hat natürlich die Möglichkeit, sich einer der vielen AZ-Ortsgruppen anzuschließen sowie auf den jeweiligen Orts-, Landes-, Bundes- oder Europaschauen seine nachgezüchteten Vögel auszustellen. Bei diesen Schauen werden die Vögel nach einem von der AZ erstellten Standard – welcher unwesentlich von den Standards der anderen auf der Welt führenden Vereine / Verbände abweicht – bewertet. Die Bewertung auf diesen Schauen erfolgt durch AZ-geprüfte Zuchtrichter bzw. auch durch von der AZ anerkannte Zuchtrichter aus der ganzen Welt. Die AZ-Zuchtrichter nehmen jährlich einmal an einer Schulungstagung teil.

Es finden regelmäßig Schulungsveranstaltungen auf Bundes- und Landesebene statt. Hierzu werden Wissenschaftler sowie Fachleute in der Vogelzucht und Haltung als Referenten eingeladen.

Ziele der AZ

Der Vereinszweck ist nach unserer Satzung im wesentlichen:
1. die Pflege und Förderung der fachkundigen Vogelhaltung und Vogelzucht
2. Bekämpfung unlauterer Machenschaften in der Vogelliebhaberei und im Vogelhandel
3. Kontakt und Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Institutionen, die sich mit Ornithologie beschäftigen bzw. Forschungsprojekte durchführen
4. Arterhaltung durch Zucht. Erstellen von Zuchtprogrammen für bestimmte Arten mit dem Ziel gefährdete Vogelarten zu erhalten

AZ-Landesgruppen

In einem Bundesland kann die Gründung einer AZ-Landesgruppe erfolgen. Mitglied ist automatisch jedes ordentliche AZ-Mitglied, das innerhalb des betreffenden Bundeslandes seinen ständigen Wohnsitz hat. AZ-Mitglieder, aus dem Ausland gehören zu der ihnen am nächsten gelegenen Landesgruppe. AZ-Mitglieder, die in Landesgruppen ausstellen wollen, die ihrem ständigen Wohnsitz nicht entsprechen, haben dem Obmann für Orts- und Landesgruppenangelegenheiten zum Erhalt einer Ausnahmegenehmigung einen begründeten Antrag vorzulegen.

Ein zusätzlicher Beitrag ist nicht zu errichten, da die Landesgruppe weder eine eigene Kasse hat noch eigene Satzungen erstellen kann. Es gelten in vollem Umfang die AZ-Satzungen. Ein Sprecher (Landesgruppensprecher), der in einer ordentlich einberufenen Mitgliederversammlung zu wählen ist, steht der Landesgruppe vor und hat Sitz und Stimme im Gesamtvorstand (§ 8 Abs. 5) der AZ.

Die Landesgruppen haben vorwiegend die Aufgabe, über die Ortsgruppen hinaus, regionale Zusammenkünfte von AZ-Mitgliedern zu fördern. Lehrtagungen im Sinne zur Förderung des Vogelschutzes und der Vogelzucht durchzuführen und einmal jährlich eine AZ-Landesschau zu organisieren. Für die Landesschau gelten die Richtlinien der Bundesschau mit Ausnahme, dass die Einladung der Zuchtrichter durch den Landesgruppensprecher im Einvernehmen mit den 5 Gremiumsdelegierten erfolgt. In einem Bundesland kann nur eine Landesgruppe gegründet werden, wobei Bremen zu Niedersachsen, Hamburg zu Schleswig-Holstein, Berlin zu Brandenburg sowie Saarland zu Rheinland-Pfalz zugeordnet werden.

Ausnahmen von dieser Regelung gelten für das Land Nordrhein-Westfalen, das 3 Landesgruppen haben kann, und zwar Ostwestfalen, Rhein-Ruhr/Münsterland und Niederrhein-Grenzland.

Allgemeine Hinweise zur VZE e.V und zu den VZE-Landesvorsitzende

Die VZE Vereinigung Ziergeflügel- und Exotenzüchter e.V. oder Vereinigung für Zucht und Erhaltung einheimischer und fremdländischer Vögel e. V. ist Nachfolgeorganisation der SZG der DDR.

Kurzer Abriss der Geschichte der VZE:
26. Oktober 1952 gründen 71 Züchter und Vogelliebhaber  in Leipzig die „Zuchtgemeinschaft fremdländischer Vögel“. Kurze Zeit später wird sie umbenannt in „Spezialzuchtgemeinschaft Ziergeflügel und Exoten“ (SZG) und untersteht ab 1959 dem Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter (VKSK).

Nach der Wiedervereinigung  wird diese Gemeinschaft nun als Nachfolgerorganisation „Vereinigung Ziergeflügel- und Exotenzüchter e.V.“ (VZE) umbenannt. Details sind nachzulesen auf der Internetseite der VZE.

Landesvorsitzende (Landeszuchtwart)
Auf Landesebene sind Landesvorsitzende verantwortlich für die Aktivitäten der VZE-Mitglieder. Sie organisieren in Zusammenarbeit mit den Bereichszuchtwarten Züchtertage, Fortbildungen und Landesmeisterschaften und -ausstellungen. Sie sind Fachberater in allen züchterischen Angelegenheiten in ihrem Bundesland und pflegen die Verbindung zu zuständigen Behörden in ihrem Bundesland. Sie verwalten einen jährlich im Haushalt der VZE bereitgestellten Geldfonds und garantieren seine satzungsgemäße Verwendung.

Landeszuchtwart für Brandenburg ist:
Andreas Felberg

Weitere Landeszuchtwarte sind:

Bernd Pohlers (Freistaat Sachsen),
Udo Freier (Mecklenburg-Vorpommern),
Siegfried Friedrich (Nord-West),
Eckhard Freitag(Sachsen-Anhalt) und
Martina Andreas (Thüringen)